Zweifel
Am Pfad der Erkenntnis steht der Zweifel als ein Wegweiser ohne Inschrift.
– Karl Heinrich Waggerl –
Am Pfad der Erkenntnis steht der Zweifel als ein Wegweiser ohne Inschrift.
– Karl Heinrich Waggerl –
Verheimliche, was man dir anvertraut hat, auch wenn Wein und Zorn dich befallen.
– Horaz, Epistulae –
Der Weise ist nie zornig.
– Cicero, Pro Murena –
Zwei Dinge stehen vernünftiger Überlegung am meisten im Weg: Zorn und Eile.
– Caecilius Balbus, Sententiae –
Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es.
– Immanuel Kant –
Wer viele Wege verfolgt, kennt sein Ziel nicht.
– Sententiae Varronis –
Überlege dir genau, was die vor dir liegende Aufgabe ist und denke daran, dass es dein Ziel ist, ein guter Mensch zu sein.
– Mark Aurel –
Dreh dich nicht um wenn du kurz vor dem Ziel bist.
– Publilius Syrus –
Nicht jeder der rennt, hat ein Ziel.
– Peter Horton –
Wenn ein Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
– Hans Carossa –
Die Vorfreude ist oft größer als die Freude, wenn man sein Ziel erreicht hat, und die Erfüllung fast aller Wünsche wird als Enttäuschung empfunden.
– Johnson, The Rambler Ausg. 71 –
Wir müssen uns das höchste Gut als Ziel setzen, das wir anstreben und an dem sich all unsere Taten und Worte orientieren sollen – so wie Seeleute ihren Kurs nach einer Sternenkonstellation festlegen müssen.
– Seneca, Briefe an Lucilius 95.45 –
Der edle Mensch vermeidet es, dass seine Worte stärker sind als seine Taten.
– Konfuzius –
Ich geh dahin und lass die Welt zurück im Streit,
und hatt von hundert Perlen doch kaum eine aufgereiht.
Unausgesprochen blieb so manches tiefe Wort,
weil´s doch niemals verstanden hätte, meine Zeit.
– Omar Chayyam –
Wörter und Sätze sind lediglich Gefäße zur Übermittlung des Weges. Weit davon entfernt, die Absicht der Alten zu erkennen, suchen die Leute nur in ihren Worten;
Was können sie dadurch schon begreifen? Hast du nicht gelesen, was ein Alter sagte:“ Ursprünglich ist der Weg wortlos; mit Worten veranschaulichen wir den Weg. Sobald du den Weg siehst, sind die Worte sofort vergessen.“
Um dahin zu gelangen, musst du zuerst zu deinem ursprünglichen Zustand zurückkehren…
– Niederschrift vom blaugrünen Fels –
Schneidest du den Pfad der Sprache ab, bist du jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
– Sengcan, Sosan, 526-606 –
Die meisten Gedanken erhalten erst durch längere Erwägung Kraft und Gewicht, und wie das Schwert in den Körper, so dringt das Wort eher in die Seele durch ständiges Nachdrücken als durch einen kurzen Stoß.
– Plinius, Epistulae –
Unsere Worte sollen nicht unterhaltsam, sondern nützlich sein.
– Seneca –
Große Bewunderung ruft nicht Worte hervor, sondern Schweigen.
– Gellius, Noctes Atticae –
Das Bild des Geistes spiegelt sich meist in den Worten.
– Ambrosius, De officiis –
Wo man in Feierlaune ist, vergeude deine Worte nicht! Stell dich nicht zur Unzeit als Weisen dar.
– Vulgata, Liber eccelsiasticus –
Oft findet dieselbe Sache Zustimmung oder Ablehnung, je nachdem, mit welchen Worten sie vorgetragen wird.
– Cicero, Orator –
Kämpfe gegen Schwätzer nicht mit Worten: Die Sprache ist vielen gegeben, Vernunft nur wenigen.
– Disticha catonis –
Der Wert eines nicht gesprochenen Wortes ist unschätzbar.
– Publilius Syrus –
Mach deine Worte durch Taten glaubhaft.
– Seneca –
Dem Weisen sind wenige Worte genug.
– Wander –
Im Streit mit Wortreichen enthalte dich der Worte: Sprache ist allen gegeben, verständiges Urteil nur wenigen.
– Catonis disticha –
Die bittersten Worte, die Menschen einander sagen, wirken selten so entzweiend wie die unausgesprochenen, die der eine vom anderen vergeblich erwartet.
– Hans Carossa –
Das Wort verwundet leichter als es heilt.
– Johann Wolfgang von Goethe –
Je mehr und je tiefer ein Mensch denkt, desto sparsamer wird er in seinen Worten.
– Heinrich Pestalozzi –
Nur der höchste Mensch vermag es, in der Welt zu wandeln, ohne sich ablenken zu lassen, den Menschen sich anzupassen, ohne sein Selbst zu verlieren. Nur der Weise wandelt seinen Weg in eine dem allgemeinen Wahn entgegengesetzte Richtung.
– Dschuang Dse –
Darum sagen wir, dass dem Weisen nichts geschieht, was er nicht schon erwartet hat.
– Seneca –
Der Weise handelt nicht für sein Ich, er findet Ruhe in der Betrachtung. Das ist der Weg zur Erleuchtung.
– Dschuang Dse –
Je klarer das Wasser, desto weniger Fische.
Je klüger ein Mensch, desto weniger Weisheit.
– chin. Spruch –
Der Weise ist nicht gelehrt,
der Gelehrte ist nicht weise.
– Laotse –
Der Weise sucht, was in ihm selber ist,
der Tor, was außerhalb von ihm ist.
– Konfuzius –
Der Weise hat keine feste Meinung. Er ist wie Wasser. Er passt sich den Umständen an und folgt dem natürlichen Fluss des Lebens.
– Laotse –
Der Weise beherrscht seine Gefühle, der Tor dient ihnen.
– Publilius Syrus, Sententiae –
Der Weise genügt sich selbst.
– Seneca –
Es zeugt von Weisheit, alles, was einem Menschen zustoßen kann, im Voraus zu bedenken, auf dass es gelassen ertragen wird, wenn es eintritt.
– Cicero, Orationes Phillipicae –
Dem Weisen allein gelingt es, nichts gegen seinen Willen zu tun.
– Cicero, Paradoxa Stoicorum –
Wenn der Weise sich selbst überwindet, ist er unüberwindlich.
– Publilius Syrus –
Weisheit beruht nicht auf Bücherwissen.
– Seneca –
Das Herz des Weisen strebt nach Einsicht.
– Vulgata, Liber provebiorum –
Wenn du geschwiegen hättest, könntest du weiter als weise gelten.
– Wander, dt. Sprichwörter Lexikon –
Ein Vorzug der Weisheit ist, dass sie einen zu einem selbst zurückbringt.
– Publilius Syrus –
Das ist der höchste Zweck der Weisheit und zugleich ihr Kennzeichen, dass mit den Worten die Taten übereinstimmen, dass der Mensch immer in voller Übereinstimmung mit sich selbst lebt.
– Seneca –
Weisheit ist die Tochter der Erfahrung und der Erinnerung.
– Afranius bei Gellius, Noctes Atticae –
Verstand, nicht das Alter führt zur Weisheit.
– Publilius Syrus –
Der Weise kämpft gegen alle an, wenn er denkt.
– Publilius Syrus –
Im Bekenntnis der Unwissenheit liegt die höchste Weisheit.
– Minucius Felix, Octavius –
Einem Weisen kann kein elender Tod widerfahren.
– Cicero, In catilinam –
Die Weisheit weist uns alle Wege, die zu Ruhe und Seelenfrieden führen.
– Cicero, De finibus –
Das ganze Leben der Weisen ist eine Vorbereitung auf den Tod.
– Cicero, Tusculanae disputationes –
Der Weise wird denen, die sich verfehlen, nicht zürnen.
– Seneca, de ira –
Dem Weisen sind wenige Worte genug.
– Wander 5 –
Einem Weisen steht es nicht an zu sagen: Das hätte ich nicht gedacht.
– MA H. Walter –
Weisheit ist die Wissenschaft der göttlichen und menschlichen Dinge und das Wissen davon, was die Ursache jeder Erscheinung ist.
– Cicero, Tusculanae disputationes –
Siegerin über das Schicksal ist die philosophische Weisheit.
– Juvenal, Saturae –
Weise ist der Mensch, der den Dingen nicht nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
– Epiktet –
Auf die Absicht aller Dinge, nicht auf den Erfolg blickt der Weise.
– Seneca –
Der Weise sucht, was in ihm ist, der Tor was außerhalb.
– Konfuzius –
Gesunder Menschenverstand in ungewöhnlichem Maße ist das, was die Welt Weisheit nennt.
– Samuel Coleridge –
Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.
– Nagib Mahfuz –
Der Weise wird vom Ehrgeiz durch den Ehrgeiz geheilt.
– Jean de La Bruyère –
Die Freundschaft, welche Weisheit nicht knüpfte, kann Torheit nicht auflösen.
– William Shakespeare –
Der Durchschnittsmensch lebt in der Vergangenheit, der Weise lebt in der Ewigkeit des Jetzt.
– Peter Horton –
Ein Weiser hält es für besser, sich nicht in einen Kampf einzulassen, als ihn zu gewinnen.
– La Rochefoucauld –
Der Weise kümmert sich nicht um das, was er nicht haben kann.
– chin. Sprichwort –
Kein Weiser hat sich je gewünscht, jünger zu sein.
– Jonathan Swift –
Weisheit ist immer ein Segen, Bildung manchmal ein Fluch.
– John A. Shedd –
Nichts ähnelt einem Weisen mehr als ein Narr, der den Mund hält.
– Franz von Sales –
Der Weise spricht,
Der Kluge redet,
Der Dumme schwatzt.
– Lisa Wenger –
Nichts bereuen ist aller Weisheit Anfang.
– Ludwig Börne –
Die Toren wissen gewöhnlich das am besten, was der Weise zweifelt, jemals in Erfahrung zu bringen.
– Marie von Ebner-Eschenbach –
Der Weise teilt, was ihm zuteil wird, so, dass der Verlust ihn nicht mehr treffen kann.
– Hellmut Walters –
Nur die Menschen, die für die Weisheit Zeit haben, sind frei von Unruhe. Sie allein leben.
– Seneca –
Auch hält sich der Weise selbst nicht für unwürdig, Geschenke des Schicksals zu erhalten. Er liebt den Reichtum nicht, sondern er bevorzugt ihn; er gesteht ihm keinen Platz in seinem Herzen zu, sondern in seinem Haus; er lehnt den Reichtum, den er hat, nicht ab, sondern behält ihn, um mehr Mittel für die Ausübung seiner Tugend zu haben.
– Seneca, Vom glückseligen Leben 21.4 –
Glaubst du, der Weise werde von Übeln bedrängt? Er nutzt sie. Phidias verstand nicht nur, aus Elfenbein, sondern auch aus Bronze Statuen anzufertigen. Wenn man ihm Marmor oder ein noch minderwertigeres Material gegeben hätte, hätte er auch daraus die beste Statue gemacht, die man nur daraus machen kann. So wird der Weise im Reichtum seine Tugend beweisen, wenn es ihm möglich ist, andernfalls in Armut; wenn er kann, zu Haus, andernfalls im Exil; wenn er kann, als Feldherr, andernfalls als Soldat; wenn er kann, bei guter Gesundheit, andernfalls geschwächt. Welches Schicksal ihm auch widerfahren mag, er wird daraus etwas Bemerkenswertes machen.
– Seneca, Briefe an Lucilius 85.39 –
Der Weise gewöhnt sich an zukünftige Übel: Was anderen Menschen durch langes Erdulden erträglich wird, macht er sich durch langes nachdenken erträglich.
– Seneca, Briefe an Lucilius 76.35 –
Wenn du auf dem Pfad der Vernunft voranschreitest, werden dir die Menschen im Wege stehen.
– Mark Aurel –
Und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt.
– Sokrates –
Fürchte dich nicht, langsam zu gehen!
Fürchte dich nur, stehenzubleiben.
– chin. Spruch –
Von allen, die den weiten Weg gemacht,
hat keiner eine Nachricht hergebracht.
So lass nichts zurück in dieser Welt,
du kehrst nicht wieder, wenn du dich aufgemacht.
– Rubaijat –
Immer wandle den kürzesten Weg, den du zu gehen hast! Er ist der natürliche. Man folgt da dem Reden und Tun nur der gesunden Vernunft. Du wirst dich auf diese Weise von mancher Sorge und von manchem Ballast befreien.
– Mark Aurel / Selbstbetrachtungen –
Wer viele Wege verfolgt, kennt sein Ziel nicht.
– Sententiae Varronis –
Nirgends kommt hin, wer allen Pfaden folgt, die er sieht.
– Sententiae Varronis –
Ausgetretene Pfade sind sicherer, aber es sind Sklaven, die sie gehen.
– Pubilius Syrus –
Entweder ich finde den Weg oder ich bahne ihn mir.
– Seneca, Herculesfurens –
Wir müssen auf dem von der Natur vorgeschriebenen Weg bleiben und dürfen nicht von ihm abweichen: Wer ihr folgt, dem ist alles leicht und bequem; wer sich ihr widersetzt, führt ein Leben wie einer, der gegen die Strömung anrudert.
– Seneca –
Lang ist der Weg über Belehrungen, kurz und wirksam über Beispiele.
– Seneca –
Die für sich den Pfad nicht kennen, zeigen anderen den Weg.
– Cicero, De divinatione –
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Durch Nachdenken, das ist der edelste. Durch Nachahmen, das ist der leichteste. Und durch Erfahrung, das ist der bitterste.
– Konfuzius –
Wer aufrecht seinen Weg sucht, stets seinem Gewissen verantwortlich, dem dürfen wir unsere Achtung nicht versagen, er mag mit uns oder gegen uns gehen.
– Robert Bosch –
Die ersten Schritte sind wertlos, wenn der Weg nicht zu ende gegangen wird.
– Shankara –
Nach innen geht der geheimnisvolle Weg; in uns oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
– Novalis –
Unbeirrt seinen Weg gehen heißt, sich fortwährend ändern.
– Herbert Eisenreich –
In jedem Lebensweg ist mindestens eine Umleitung.
– Horst Friedrich –
Wer zu sich selber finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.
– Peter Tille –
Wenn der Mensch keinen Rat mehr weiß, fangen die Wege der Vorsehung an.
– Jean Paul –
Dein Geist soll glauben, dass alles, was passiert, passieren musste, und nicht auf die Naturordnung schimpfen.
– Seneca, Briefe an Lucilius 107.9-10 –
Wenn du dich entscheidest vor allem zu versuchen, das Beste für dich zu erreichen, dann ärgere dich nicht über widrige Umstände, sondern überlege, wie vieles in deinem Leben bereits nicht so geschehen ist, wie du es wolltest, sondern wie es für dich am besten war.
– Musonius Rufus, Fragment 27 –
Wenn du auf dem Pfad der Vernunft voranschreitest, werden dir die Menschen im Wege stehen.
– Mark Aurel –
Was die Vernunft nicht zu heilen vermag, hat oft die Zeit geheilt.
– Seneca, Agamemno –
Die Vernunft ist machtlos wenn einmal die Leidenschaft eingezogen ist.
– Seneca –
Liebe die Vernunft! Die Liebe zu ihr wird dich gegen schlimmste Konflikte wappnen.
– Seneca –
Willst du dir alles unterwerfen, dann unterwerfe dich der Vernunft.
– Seneca –
Nichts kann von Dauer sein, wenn es sich nicht auf Vernunft gründet.
– Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni –
Wenn du nicht selbst zur Vernunft kommst, hörst du vergeblich einem Weisen zu.
– Publilius Syrus, Sententiae –
Lieben und zugleich vernünftig sein ist kaum einem Gott möglich.
– Publilius Syrus, Sententiae –
Als gelehrig hat uns die Natur geschaffen und uns zwar keine vollkommene Vernunft gegeben, aber eine, die sich vervollkommnen lässt.
– Seneca –
Kämpfe gegen Schwätzer nicht mit Worten: Die Sprache ist vielen gegeben, Vernunft nur wenigen.
– Disticha catonis –
Tugend ist eine Seelenhaltung, die im Einklang steht mit der Natur und der Vernunft.
– Cicero, de inventione –
Mehr wird bei mir die reine Vernunft gelten als die Meinung des großen Haufens.
– Cicero, Paradoxa stoicorum –
Wahre Güter sind nur die, welche die Vernunft gibt, sie sind dauerhaft und ewig, sie können nicht fallen, nicht einmal abnehmen und geringer werden.
– Seneca –
Die Seele, die sich von der Vernunft leiten lässt, ist stärker als jedes Schicksal.
– Seneca –
Die Vernunft quält das Herz, ohne es zu überzeugen.
– Marie Jeanne de Riccoboni –
Die Natur hat gewollt, dass der Mensch keiner anderen Glückseligkeit oder Vollkommenheit teilhaftig werde, als die er sich selbst, frei vom Instinkt, durch eigene Vernunft verschafft hat.
– Immanuel Kant –
Einmal gewonnen, sind die Siege der Vernunft für die Ewigkeit gewonnen.
– Thomas Lord Macauley –
Vernunft muss sich jeder selbst erwerben, nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort.
– Erich Kästner –
Ist es nicht die Unvernunft, die den Menschen auf den Weg der Vernunft verhilft?
– Elisabeth Hablé –
Verachtet alles, was überflüssige Arbeit an Schmuck und Zierde erbringt.
– Seneca –
Sorge dich nicht zu viel um das, was kommen wird; wer das Leben zu verachten weiß, fürchtet den Tod nicht.
– Disticha catonis –
Welcher Genuss kann größer sein als die Verachtung des Genusses?
– Tertullianus, De spectaculis –
Zur Freiheit führt eine Straße: Verschmähung all dessen, was nicht unser ist.
– Epiktet –
Das Leben ist das einzige Eigentum, das nur dann etwas wert ist, wenn wir es nicht achten. Verächtlich ist es, wenn wir es nicht leicht fallen lassen können, und nur der kann es zu großen Zwecken nutzen, der es leicht und freudig wegwerfen könnte.
– Heinrich von Kleist –
Hass ist eine Sache des Herzens; Verachtung des Kopfes.
– Arthur Schopenhauer –
Der Verstand kann die Säulengänge, die vertäfelten Decken, die von Elfenbein schimmern, die gestutzten Büsche und die Bäche, die zu Villen geleitet werden, nicht eher verachten, als bis er das ganze Universum umrundet und von oben auf die Erde herabgeschaut hat (eine Erde, die beengt und größtenteils vom Meer bedeckt ist – während selbst der Teil, der aus dem Meer herausragt, brachliegend oder ausgedörrt oder gefroren ist). Er sagt zu sich selbst:“ Dies ist also der kleine Punkt, den so viele Nationen mithilfe von Schwert und Feuer unter sich aufgeteilt haben?“
– Seneca, Naturwissenschaftliche Untersuchungen 1 Vorw.8 –
Es liegt in der Macht eines jeden Menschen, alles zu verachten, aber alles besitzen kann niemand. Der kürzeste Weg zum Reichtum ist die Verachtung des Reichtums.
– Seneca, Briefe an Lucilius 62.3 –
Die ersten Schritte sind wertlos, wenn der Weg nicht zu ende gegangen wird.
– Shankara –
Tanja Krumnacker
Gentzweg 12
44328 Dortmund
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